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Friul Weißmetallketten

Die Friul Ketten sind schön, aber auch schön arbeitsintensiv. Viele der Löcher für die Kettenbolzen sind "zugegossen" und müssen mit einem 0,5 mm Bohrer aufgebohrt werden. Bei der Bohraktion fällt überraschend viel Metalldreck an.

T-34/85 Bundesheer

Anschließend werden die Kettenglieder nach meiner bewährten China-Stäbchen-Methode zwischen 2 Hölzchen mit quadratischem Querschnitt (welche durch 2 Gummiringe zusammengehalten werden) eingespannt. Dann werden die Bolzen eingeführt, der Überstand abgeschnitten und mit einem Tröpfchen Superkleber gesichert.

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Hier sieht man, wie dünn die AFV Vinylkette im Vergleich zur Friul Metallkette ist. Nur zur Info .. die AFV Vinylkette lässt sich nicht mit Plastikkleber verkleben.

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Je Kettenseite wurden 72 Kettenglieder benötigt. Zur Komplettierung beider Ketten habe ich ca 3,5 Stunden benötigt. Diese lange Medidationsübung lässt sich ertragen, wenn man sich nebenbei 1-2 gute Filme reinzieht.

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Die ominösen Teile (B28) die laut Bauanleitung auf die Fender montiert werden sollen sind Eisgreifer. Diese wurden am T-34 bei Matsch und Eis auf ca. jedes sechste Kettenglied aufmontiert. Die beiden Löcher am Kettenglied sind dafür vorgesehen. Bei den österreichischen T-34 waren keine Eisgreifer am Fender montiert und werden daher von mir weggelassen.

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Interessanterweise sieht man auf vielen T-34 Modellen die Ketten "falsch herum" aufgezogen. Der größere Rundkopf der Kettenbolzen sollte nach innen weisen und die "offenen" Löcher mit den Bolzen nach außen. Warum das so ist? Die T-34 Ketten haben keine Endverbinder, die festgeschraubt werden, sondern nur lose Kettenbolzen. An der Wannenseite ist im hinteren Bereich, auf Höhe der Kette, eine kleine "Metallrampe" angeschweißt. Wenn ein Kettenbolzen lose wird und nach innen wandert, dann kommt er unweigerlich an der Metallrampe vorbei und wird von dieser wieder in die korrekte Position zurückgeschlagen. Deswegen zeigen die Rundköpfe der Bolzen nach innen und nicht nach außen. Simpel und effektiv. Hier sieht man die Bolzen an der Außenseite (gelbe Pfeile), einfach in den Löchern und man sieht auch ein wenig die angeschweißte Rampe (grüner Pfeil) ...

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(C) Foto: Walter Lampel, T-34/85 im HGM Wien 2018

... und hier die Innenseite mit den größeren Rundköpfen (roter Pfeil), die sicherstellen dass lose Bolzen nur nach innen wandern können.

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(C) Foto: Walter Lampel, T-34/85 im HGM Wien 2018

Hier sieht es besser man am Modell ... die angeschweißte Rampe.

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Genug Tevierundreißigologie, weiter gehts mit der Farbe ;-) Die Ketten wurden mit Tamiya XF-69 geluftpinselt. Die Laufrollen erhielten erst komplett die Gummifarbe Tire Black MRP-173. Dann wurde mit einer Royal Modell Kreisschablone der Gummibereich abgedeckt und der Innenbereich der Laufrolle mit 4BO von AK Real Color gesprüht. Weitere Verschmutzungsschritte an Kette und Laufrollen werden noch folgen.

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Die Wanne und die Tanks/Federungen erhielten eine Grundbemalung. Bei der Farbgebung habe ich mich an den tollen Fotos von Werner Kampfhofer orientert. Eine Bildergalerie auf seiner Webseite zeigt einen österr. T-34 der sich in Restauration befand. https://www.wk1963.at/t34/85_under_construction Motorraum ist ein helleres blaugrau (US Dark Ghost Gray MRP-97). Der Kampfraumboden ist in grün gehalten (4BO Real Color). Die Seitenwände, Tanks und Federung sind abgetöntes weiß (Insignia White MRP-135). Weitere Pinsel-Detailbemalungen und Verschmutzungen erfolgen später beim Zusammenbau.

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Der 12 Zylinder Dieselmotor ist gut detailiert ...

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... und wird mit Xtreme Metal Aluminium AK479 und diversen Tamiya Acrylfarben bemalt. Die Farbgebung variiert von Vorbildfoto zu Vorbildfoto, da habe ich frei nach Geschmack bemalt. Würde mein Nickname Bughunter lauten würde ich jetzt noch die Verkabelung am Motor ergänzen, aber da ich nur der Flugwuzzi bin darf ich mir die Mühe sparen ;-) Den Motor wird man später ohnehin nicht mehr sehen.

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Radiatoren und Getriebe werden mit Xtreme Metal Aluminium AK479 bemalt und die Luftfilter, Schwungrad usw. mit Xtreme Metal Steel AK476. Alles direkt auf die Plastikteile ohne schwarze Grundierung.

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