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Allgemeine Information:
Seit September 2006 versehen französiche Leclerc Kampfpanzer (Bauzustand T6 und T7) im Rahmen des UNIFIL 2 Einsatzes (United Nations Interim Forces in Lebanon) Ihren Dienst. Die Hauptaufgaben der franz. Leclerc Kampfpanzer im Libanon - Patrouille und Überwachung der "Blue Line" zwischen Israel und Libanon sowie Verstärkung der UNIFIL Quick Reaction Unit.
Einschlägige Erfahrungen am Balkan haben gezeigt dass es nicht reicht im weißlackierten, schwachbewaffneten Fahrzeug zwischen Steitparteien die blaue Fahne zu wedeln um ein UN Mandat durchzusetzen. Ernstzunehmendes Material ist für heikle UN-Missionen nötig (man erinnere sich an das Video auf YouTube bei dem ein Merkava einen UN-Sisu einfach zur Seite schob). Zweifellos ist es mit dem modernen Kampfpanzer "einfacher" das UN-Mandat im Libanon durchzusetzen.

Weitere Informationen zu Unifil findet man auch unter anderem im Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Unifil

Der Bausatz:
Der Bausatz von Tamiya bildet eine sehr gute Grundlage für dieses Projekt. Schon aus der Box heraus entsteht ein ansehnliches Modell.

Die Zurüstteile:
Da der Bausatz schon einige Jahre auf dem Markt ist haben natürlich inzwischen  Hersteller Zurüstteile herausgebracht. Ich hab einiges in den Monaten "angehäuft" - man wird sehen was davon Verwendung finden wird.

- Bronco Einzelgliederkette
- PE Set Voyager 35073 (wegen dem Alurohr)
- PE Set Eduard 35844 (weil Eduard einfach dazugehört ;-)
- Blast Models BL35138K, Update Set for Leclerc Serie 2 (Resinteile)
- Blast Models BL35079F, French Tank Crew Summer MBT Leclerc
- Echelon Decals, UNIFIL Leclercs

UN Leclerc Projektübersicht

Literatur für den Bau:
AFV Modeller Issue 36 Modellbaumagazin (Das von mir gewählte Vorbild UNIFIL 642 wurde in dieser Ausgabe mit einigen Originalaufnahmen dokumentiert.)

"Landing Zone Lebanon" von https://www.blue-steel.info

Website von Oliver Carneau https://olivier.carneau.free.fr
Hier gibts auch eine fantastische "Tweaklist" zur möglichen Detailierung des Leclerc. Sehr hilfreich um nicht alles selbst zu recherchieren - trotzem kommt man um ein genaues Fotostudium nicht herum wenn man sich so wie ich ein bestimmtes Vorbild ausgesucht hat.

Änderungen am Heck
Los gehts mal mit dem Heck hier wurden Griffe und andere Teile ersetzt. Es sieht am Foto zwar wild aus, aber die Verdunstungsränder vom Kleber wird man nach dem Lackieren nicht mehr sehen ;-)

Unifil Leclerc Heck

Bei den Rücklichtern habe ich die Öffnung von hinten mit Evergreen-Stücken geschlossen und die Klarsichtteile so angepasst dass ich die Gläser erst später nach der Bemalung bequem von aussen einsetzen kann.

Unifil Leclerc Rücklichter


Antirutsch mit Rough Coat von Games Workshop
Was dem WW2-Panzerbauer sein Zimmerit ist dem modernen Panzerbauer seine Antirutschbeschichtung. Die Bausatzbeschichtung erscheint etwas unterdimensioniert, daher habe ich mit dem Rough-Coat Spray von Games Workshop die Antirutschbeschichtung aufgedickt. Doch vor dem sprayen steht erst mal ein Haufen Arbeit an - das Abkleben des Modells, denn das Spray soll nur auf genau definierte Bereiche kommen.

Unifil Leclerc Abkleben

Wenn das erledigt ist kann mit dem Sprühen begonnen werden. Zuerst kräftig schütteln und dann aus ca 30cm Entfernung aufs Modell gesprüht. Wenn man mit der Entfernung etwas variiert kann man die "Körnchenbildung" beeinflussen. Näher am Modell ist der Auftrag flüssig/dicker - weiter weg vom Modell wird der Auftrag rauher. Zuweit weg produziert nur noch Staub ;-)

Rough Coat

Natürlich kriecht der Auftrag hier und da unter die Abdeckbänder (zumindest bei mir) - zum Entfernen vom Rough Coat nehme ich Pinsel und Revell Airbrush Clean.

Rough Coat entfernen

Hier sieht man noch einen Vergleich von der Antiruschfläche Rough Coat vs. Bausatzoriginal.

Vergleich

Dann wurden noch einige Griffe durch Draht ergänzt und vor dem Zusammenbau der Wanne die Durchbohrungen von innen her verklebt.

Drahtgriffe

Wanne Zusammenbau
Nun wird der Ober/Unterteil der Wanne verklebt. Als hilfreich erweist sich neben Klemmen die einfache Spannvorrichtung aus Hosengummi und alten Plastikhülsen die man einfach zusammenzieht - die halten das Modell stramm zusammen.

Halterung

Fahrerluke
Als nächstes habe ich den Bereich Fahrerluke detailiert. Vor allem die Dichtungslippen sehen so besser aus. Weiss = Resin vom Blast Umbausatz, Gold = Ätzteil von Voyager, Eisen = Ätzteil von Eduard. Endgültig eingeklebt wird die Luke erst zum Schluss. Ich hab schon die Befürchtung dass die Luke dann etwas höher steht und der Turm dann "drüberkratzt".

Fahrerluke

Bug
Auch hier wird wieder was aus dem Ätzteilsatz von Eduard verwendet. Die Feuerlöscherhalterung ist bei meinem Vorbild leer und wird so dargestellt. Wer wissen will wie ein Profi die Ätzteilbiegerei in Perfektion hinbekommt sei auf den Baubericht von KlausH´s Kanadischen Leopard verwiesen :-) https://www.modellboard.net/index.php?topic=31083.75  ... er hat das super beschrieben.

Ätzteil

Weiters werden die Lichter vom Blast Bausatz verwendet, und einige Nieten ergänzt.
Bug

Heck
Weiter gehts beim Heck - auch hier werden verschiedene Gitter von Eduard und Voyager verwendet. Komisch beide sind nicht komplett aber mit beiden Sätzen kommt man hin. Ausserdem werden auch hier wieder Nieten, Motordeckverschraubung und Halterungen für den Schnorchel montiert. Das Grüne Ding am Bild ist nicht der Schnorchel sondern eine Hilfskonstruktion die das widersptenstige Gitter hinunterdrückt. Ich verklebe die Ätzteile mit Weissleim, Nachteil dabei ist wenn die Ätzteile nicht ganz plan sind muss man einige Zeit festdrücken damit der Leim anzieht. Mit der Dritten Hand geht das bequemer.

Dritte Hand

Mein Vorbild-Leclerc ist ein "Saubär" ;-), da hat der doch - im Gegensatz zu allen anderen möglichen Vorbildvarianten - am Heck die Abdeckung (auf der rechten Seite) für die Anschlüsse Zusatztanks usw. natürlich NICHT montiert. Das heisst hier ein wenig umbauen so dass man die Anschlüsse hinbekommt.

Heckdetail

Ausserdem werden hier die Tankhalterungen von Blast verwendet da sie sehr schön detailiert sind. Die Andock-Kupplung für die Tankfässer musste für mein Vorbild angepasst werden. Auch mussten noch Bohrungen für die Tankleitungen durch die Halterungen gemacht werden. Nebenbei wurden noch fehlende Verstrebungen aus Evergreen-Sheet ergänzt. Die Leitungen und das Kabel sind Bleidrähte in unterschiedlichen Stärken von plusmodel.

Heck


So, wars vorerst mal. Nächstes Mal gehts mit diesem Turm weiter.
WLA

Und ich werde an meine Grenzen gehen - im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit einer Krebsdiagnose und der derzeit laufenden Chemotherapie habe ich als eine der Nebenwirkungen Sensibilitätsstörungen in den Fingerspitzen. Mal sehen ob ich Modellbau weiterhin trotzdem einigermassen hinbekommen werde.


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