Mehr Informationen zu den Modellen der Flughafenszene (Treffen vom 29.10.2021) im Maßstab 1:144 von Walter Lampel. Airbus A320 von Zvezda, weitere Details von Rocast und bsdesign.

Airbus A320-214 Eurowings mit Flughafen Szenerie 1/144 (Zvezda, Rocast, bsdesign)

Was macht der Modellbauer wenn er Fernweh bekommt ... er baut sich seine Flughafenszene selbst. Anno 2019 bin ich mit dieser Eurowings Maschine von Wien nach Korfu gehüpft um dort Sonne und Meer zu genießen.

Der A320 Bausatz

Als Bausatz kam der A320 von Zvezda auf den Basteltisch. Die Cockpitverglasung hatte eine schlechte Passgenauigkeit und musste mehrfach verspachtelt und verschliffen werden. Ca. 30 g Angelblei kamen ins Cockpit um keinen Tailsitter zu produzieren. Wie immer war die Triebwerkmontage an die Flügel eine Qual, da es keine Passstifte gibt und die Passung in die seichte Aufnahme sehr schlecht ist. Ich habe die Option mit offener Kabinentüre gebaut, was bedeutet dass auch eine Treppe angedockt werden muss, da das sonst komisch aussieht.

Grundiert wurde mit ALLC302 Grey Primer Microfiller, das ist auch gleichzeitig die Farbe der Coroguards auf den Flügeloberseiten. Die hellgraue Farbe auf den Flügelunterseiten ist MRP-84 Fine Surfacer Primer Grey. Das weiß des Bodys ist Tamiya XF-2. Danach wurde alles mit Mr. Color GX100 Super Clear III überzogen.

Die Decals für das Cockpit sind von Authentic Airliner Decals. Die Livery Decals sind Laserdruck für Eurowings kommen von Nazca Decals. Leider gabs am Heck auf beiden Seiten Faltenwurf weil die Decals so störrisch waren, auch waren Sie an der Leitwerkwurzel nicht passend für das Zvezda Modell. Einarbeiten mit dem Wattestäbchen führte zu Farbabrieb der Decals. Zum Schluss wurden die Decals wieder mit dem Mr. Color GX 100 Klarlack versiegelt. Die Alu-Vorderkante des Seitenleitwerks wurde mit Bare Metal Foil über die Decals gemacht, abkleben mit Tape hätte sonst die Decals wieder heruntergerissen. Der Flieger wurde nur minimal verschmutzt.

Die Bodenplatte

Um meine zukünftigen Flieger besser ins Szene zu setzen habe ich aus einer alten Ikea Regal Türe eine Foto-Bodenplatte gebaut. 1mm Polystyrolreste wurden in Quadrate geschnitten und als Betonplatten aufgeklebt. Die Größe der Bodenplatten habe ich mit Google Maps Messfunktion vom Flughafen Wien abgenommen. Lackiert wurde die Platte mit verschiedenen Sprays (DupliColor, Tamiya Primer, ArmyPainter) und die Verwitterung mit Tamiya Acrylfarben aufgesprüht. Für die Linien habe ich mich wieder vom Flughafen Wien inspirieren lassen ohne 1:1 zu kopieren. Die Verwitterung wurde dann mit allen möglichen Enamelmittelchen durchgeführt. Zum Schluss wurde alles mit Mattlackspray von ArmyPainter überzogen.

Flugafenszene

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Die Vorfeldfahrzeuge und Figuren

Damit mein Flieger nicht ganz alleine am Flugplatz herumsteht gibts einige Vorfeldfahrzeuge und Figuren dazu. Für meine Farbgebung habe ich mich am Flughafen Wien Schwechat angelehnt, allerdings gibt es nicht alle verwendeten Fahrzeuge auch in Wien, diese kreative Freiheit habe ich mir genommen. Die Fahrzeuge sind nicht auf der Platte verklebt und können für Fotos immer neu arrangiert werden. Das ständige antatschen der Teile hatte die Konsequenz, dass ich bruchgefährte Details bei den Fahrzeugen weggelassen habe. Sämtliche Decals für alle Vorfeldfahrzeuge sind selbst erstellt und gedruckt und orientieren sich am Flughafen Wien. Die Fahrzeuge wurden mit MRP-028 Dark Chrome Yellow bemalt und üblich gealtert.

Der Cabrio TLD Traktor mit 2 Figuren links ist ein 3D Druckmodell von der spanischen Firma rocastmodels.com. Die 3 Gepäckwagen sind 3D Druck von rocastmodels.com, leider waren die Gitter sehr stark verzogen und Ätzteile wären dafür wohl die bessere Wahl gewesen. Die Koffer sind ebenfalls 3D Druck von rocastmodels.com. Das Zugfahrzeug für die Gepäckwagen, der Mulag Comet, ist ein ganz übles und luftblasenverseuchtes Resinmodell von http://shop.bsd-online.com. Das Fahrzeug kann ich nicht empfehlen und konnte es nur mit viel Mühe und neu erstellten Details und Decals halbwegs in Form bringen. Die luftblasenübersähten Vinylräder sind der absolute Graus! Die Gepäckfahrzeuge wurden stark verschmutzt und beschädigt, da das in der Realität auch oft so zu sehen ist. Die Verkehrshüte sind 3D Druck von rocastmodels.com

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Die Paxtreppe TLD ist 3D Druck von rocastmodels.com, ein tolles Modell mit über 50 Einzelteilen. Die Treppe ist beweglich und kann an die Höhe der Flugzeuge angepasst werden. Im Gegensatz zu den Gepäckfahrzeugen sehen die Passagiertreppen oft makellos sauber aus, um bei den Passagieren einen guten Eindruck zu hinterlassen, daher ist mein Modell auch sauber geblieben.
Die Figuren sind 3D Drucke von rocastmodels.com und haben viele Details (Taschen, Smartphones usw.). Für die Figurenbemalung allein wurden über 6 Stunden investiert. Die Figuren wurden auf der Treppe fix verklebt und jene die auf den Betonplatten warten wurden auf klare PVC-Folie aufgeklebt und können abgenommen werden.
Weil mich schon einige danach gefragt haben ... ich bin auf der Treppe zu sehen ... der Typ im gelben T-Shirt, der mit dem Handy das Flugzeug fotografiert und sich fragt welche Modellbaufarben man verwenden kann ;-)

Flugafenszene

Der Vorfeldbus Cobus 3000 ist ein extrem übler Resinklotz von http://shop.bsd-online.com/ und außerdem zu klein. Spiegel, Luken, Warnleuchte und Klimaanlage sind gescratcht und die Decals selbst gemacht ... zur Not gehts.

Flugafenszene

Der Stromgenerator (GPU Ground Power Unit) ist ein schönes 3D Druck Modell von rocastmodels.com.

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FAZIT

Der Bau des Zvezda Modells geht schnell von der Hand und weckt schöne Urlaubserinnerungen. Die Planung und Gestaltung der Fotoplatte hat viel Spaß gemacht.

Die 3D Druck Modelle von der spanischen Firma rocastmodels.com sind sehr detailliert und eine tolle Ergänzung für jede Flughafenszene. Guillaume, der Betreiber der kleinen Firma, ist selbst Modellbauer und baut seine Kreationen auch selbs. Ich werde jedenfalls noch mehr von Rocast kaufen.

Mit den Modellen der Firma BS-Design aus Deutschland bin ich nicht glücklich. Einerseits muss man froh sein wenn man überhaupt Fahrzeuge für 1/144 bekommt, aber die Gußqualität, Detaillierung und die Decals sind einfach nur übel und sollten so gar nicht verkauft werden. Mit viel zusätzlichem Aufwand kann man aber trotzdem was draus machen. Das es viel besser geht zeigt Guillaume von Rocast.

Für Fotosessions mit zukünftigen Airlinern in 1/144 bin ich jedenfalls gerüstet.

Schöne Grüße und Danke fürs reinschauen.
Walter Lampel


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