Saab Draken J-35Ö 1/48 Austrian Air Force

Weiter gehts mit dem schwedischen Trio in österreichischen Diensten. Die Decals bereiten mir auch im Teil 3 große Probleme. Ob ich diese überwinden kann, erfährt Ihr wenn ihr den Weiterlesen Link klickt ;-)

Ich habe beim roten Ostarrichi Draken nochmal die Problemzonen überarbeitet und die Mikroblasen vorsichtig mit einem brandneuen Skalpell angeritzt und danach versucht mit einem Pinsel Daco Strong Decalsetting einzuarbeiten. Übertreiben darf man das nicht, die Decals werden rasch weich und "schmierig".

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Das lasse ich erst mal wieder mindestens 12 Stunden "durchziehen" und dann sehen wir weiter.

Saab Draken J-35Ö 1/48 Austrian Air Force

Da ich eine Abwechslung vom Ostarrichi Draken benötige hab ich mir den Draken in der Einsatzlackierung vorgenommen. Die Decals stammen zum größten Teil aus der Reboxing Version von Eduard und sind auch von Cartograf gedruckt. Das fehlende Steiermark Wappen kam vom Brent-Air Decalsatz und das Staffelwappen "Löwe von Aspern" kam aus Decalresten vom F-5E Tiger.

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Die Decals lassen sich gut mit Micro Set und Sol verarbeiten, aber auch hier habe ich, für den letzten Biss in die Panellines, eine zusätzliche Lage Daco Strong aufgebracht.

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Hier noch die Unterseite.

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Nach den entspannten Decalarbeiten am grauen Draken kommt jetzt der Black Knight Draken dran. Das verursacht mir schon jetzt ein mulmiges Bauchgefühl.

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Diese Decals sind leider nicht von Cartograf gedruckt, sondern von Hasegawa. Sie sind dick und grob verarbeitet. Leider gibt es keine Aftermarket-Decals für diese Version, so muss man nehmen was auf den Tisch kommt.

Die Drachenköpfe sind von der Höhe und vom Farbverlauf nicht gut getroffen. Ein Testanpassen mit einer Papierkopie der Decals offenbaren die Schwächen.

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Die Seite beim original Black Knight Draken. Wie man sieht endet der Drachenkopf, relativ weit oben, in einem schönen Farbverlauf.

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(c) Walter Lampel, 2016, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

Hier der wenig schön gedruckte Farbverlauf am Decal. Eigentlich ist es kein Verlauf sondern ein solides grauweiß. Einfach grässlich.

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Mein Plan ist es das Decal zu beschneiden und den Farbverlauf mit gelber Farbe und Airbrush aufzusprühen. Zur Sicherheit hab ich schon mal Farbproben von den drei gelben Farben gesprüht, die ich im Regal habe. Ich hoffe das Angleichen der Farben funktioniert.

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Das Decal wird von mir in 3 Teile zerstückelt, damit ich den Drachenkopf besser positionieren kann. Der untere, abgeschnittene Teil wird später unter der Flügelwurzel "dazugefrickelt".

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Ich mache diesen Schritt als Erstes, denn das hat das meiste Katastropenpotential. Wenn da etwas schief geht, kann ich den schwarzen Draken gleich in der gelben Tonne entsorgen ohne mich mit den anderen Decals abmühen zu müssen. Weiter gings mit dem Drachen auf der linken Seite. Der verunglückte Farbverlauf vom Decal wurde abgeschnitten und der Drache so positioniert dass die Dornen vom Drachen halbwegs korrekt am unteren Rand der Cockpithaube ausgerichtet sind.

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Dann wird der untere Teil vom Decal in Form geschnitten und eingepasst.

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Hier sieht man, wie weit das Decal nach oben verschoben werden musste. Es hat einfach nicht die passende Höhe. Zur Tragfläche hin fehlt dadurch ein ganz schönes Stück, dass auch auflackiert werden muss. Die pinke Markierung wird demnächst meine Sprühleinwand sein.

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Bevor die Farbe aufgesprüht wird hab ich einen Decalrest auf die schwarze Testplatte aufgeklebt und gelbe Farben zur Farbanpassung aufgesprüht. Ich denke ich werde mit Mr. Hobby (Gunze) H4 versuchen das Decal in die schwarze Farbe des Draken einzupassen.

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Ich habe das Feedback eines Modellbaufreundes beherzigt und die harten Decalränder mit Schleifpapier geschliffen. Erst 1500er und dann 3000er Schleifstoff und nass.

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Eine wirklich dumme Stelle zum Schleifen, so zwischen Rumpfrücken und Lufteinlass kommt man nicht gut hin ...

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Leider konnte ich nicht so viel abschleifen wie ich wollte, denn nachdem eine gewisse Materialdicke erreicht war, begann das Decal zu "brechen" und kleine Stücke gingen ab. Vielleicht doch nicht Nassschleifen?

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Egal, weiter ... hab ich mit MRP - Black die Ränder übersprüht und versuche so einen Untergrund für den gelben Farbverlauf anzulegen. Hatte auch überlegt weiß zu sprühen, aber dann doch wieder verworfen. Wie man sieht bin ich nicht gerade der Airbrushvirtuose und es ist für mich nicht einfach in dem kleinen Bereich sauber zu sprühen. Obwohl die MRP Farbe nochmal verdünnt wurde gab es unschöne Spritzränder und ständig waren sich die Airbrush, die Hand und der Lufteinlauf gegenseitig im Weg.

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Auch am unteren Drachenrand habe ich, mit zittriger Hand, versucht den fehlenden schwarzen Farbverlauf aufzusprühen.

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Danach wurde die gelbe Farbe (Gunze H-4) stark verdünnt und mit wenig Druck aufgesprüht. 10 Sprühgänge waren nötig um ein halbwegs akzeptables Ergebnis zu erreichen. Bei den ganzen Sprüharbeiten habe ich die Infinity mit der 0.15er Düse benutzt. Dabei war der Quick-Fix zur Farbregulierung (der Drückknopf mit Skala am Griff) ein wahrer Segen!

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H-4 als Farbe war gar nicht so schlecht. Perfekt ist es zwar nicht geworden, aber mir gefällt es so auf jeden Fall besser als mit dem unmodifizierten Decal.

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Das Overspray über den Zacken hat mir (und nicht nur mir ;-) nicht so gut gefallen. Deshalb habe ich mit einem feinen Pinsel - befeuchtet mit Mr. Color Levelling Thinner - versucht das Overspray wegzutupfen. Was einigermaßen passabel geklappt hat. Allerdings muß man sehr vorsichtig sein, da das Zeug das Decal und den Lack rasch auflösen kann.

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Auf der anderen Seite des Draken hab ich das ganze Prozedere wiederholt. Deals zerschneiden, aufkleben, Ränder verschleifen (diesmal trocken ... sind ebenfalls ausgebröselt , schwarze Farbe einsprühen, gelbe Farbe übersprühen ...

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... Maskierfolie wegziehen und dann wird auch noch ein wenig Overspray weggetupft.

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Somit ist eine Hürde geschafft und beide Drachenköpfe sind drauf. Nicht perfekt, denn im schrägen Lichteinfall sieht man die Decalkanten, aber für mich OK. Noch 10 Drachenköpfe und dann wirds vielleicht besser ;-)

Die Decals auf der Flügeloberseite waren zickig und haben … wen wunderts … auch nicht gut gepasst.

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Da habe ich die Kanten kurzerhand abgeklebt und mit der gelben Gunze Farbe gesprüht. Post-IT Zettel helfen einen Oversprayunfall zu verhindern.

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Damit ist die Oberseite endlich fertig.

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Beste Modellbaugrüße von
Walter Lampel


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