Saab Draken J-35Ö 1/48 Austrian Air Force

Weiter geht es mit dem zweiten Teil des Bauberichts zu dem Dreifachbau der österreichischen SAAB Draken J-35Ö Mk.II. Jetzt kommt endlich Farbe ins Spiel.

LACKIERUNG der drei Draken

Ich befürchte, dass der Baubericht jetzt ziemlich zerfleddert wird. Manches kann ich für alle drei Draken gleich lackieren, bei anderen Dingen springe ich zwischen den drei Modellen hin und her. Da fällt es schwer eine Übersicht zu behalten und eine vernünftige Struktur für den dreifachen Baubericht zu machen. Ich bitte vorab schon mal um Nachsicht.

"Dragon Knights" Lackierung

Grundiert wurde mit AK Primer Black (verdünnt mit Mr. Color Levelling Thinner).

Saab Draken J-35Ö 1/48 Austrian Air Force

Die Farbmenge die man auf so einen 1/48er Draken aufbringen muss ist gar nicht wenig. Nachdem mir der AK-Primer ausgegangen war, bin ich für die Kleinteile auf den schwarzen MRP Primer black umgestiegen.

Dabei gabs leider ein unschönes Erlebnis. Nachdem ich 2 dünnen Schichten MRP-85 Primer Black aufgebracht hatte, hab ich eine dickere Schicht aufgesprüht .... und dann hat der Primer begonnen in die Plastikoberfläche zu fressen. Erst dachte ich es bildet sich eine Orangenhaut, aber nein, das Hasegawa Plastik wurde komplett runzelig und weich.

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Letztlich musste ich, nach aushärten des Plastiks, den Zusatztank mit Schleifpapier komplett überarbeiten, damit er wieder eine halbwegs glatte Oberfläche bekam.

Was lernt man daraus ... den MRP Primer nur in vielen, dünnen Schichten auftragen und auf gaaar keinen Fall eine satte Lage aufsprühen ... jedenfalls nicht bei Hasegawa Plastik!

Der originale Black Knight Dragon hat eine Glanzlackierung. Dafür habe ich erst Mr. Color Black GX2 Gloss Ueno Black (verdünnt 50/50 mit Mr. Color Levelling Tinner) gesprüht. Leider konnte ich den Glanzgrad nicht über die ganze Fläche richtig satt, glänzend einstellen. Da habe ich kurzerhand Mr. Color GX Super Clear III aufgesprüht(50/50 verdünnt mit Mr. Color Levelling Thinner). Immer noch kein perfektes Glanzfinish, wie bei den Autobauern, aber für die Decals sollte das reichen.

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"Ostarrichi 996" Lackierung

Für die rot weiß rote Sonderlackierung benötigt man eine weiße Grundierung. Nach der Erfahrung mit dem schwarzen MRP Primer bin ich auf die altbewährte Methode umgestiegen - Tamiya Primer Fine White aus der Spraydose. Das Wetter war gut und am Balkon war der Primer in wenigen Minuten - und ohne Herzrasen - aufgesprüht.

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Danach wurde der weiße Bereich der Ober- und Unterseite mit Maskierband abgedeckt.

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Ein wenig schwierig war die Wahl der passenden roten Farbe. Wie üblich sieht das Rot auf jedem Foto irgendwie anders aus. Deshalb wurde eine "Farbkarte" weiß grundiert und aus alle bei mir verfügbaren roten Farben gesprüht. Rot ist nicht gleich rot ... wie man sieht ;-)

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Am Besten gefallen hat mir die Farbe von Alclad II ALCE 605 Signal red. Die Farbe ist ähnlich wie die von MRP, muss nicht verdünnt werden, das Rot trocknet jedoch (leider) völlig matt auf.

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Danach erhielt der Ostarrichi Drache einen Klarlacküberzug mit Alclad II Aqua Gloss. Leider ist die rote Fläche nicht besonders glatt geworden. Ich vermute das liegt an der komplett matten roten Oberfläche. Die weiße Fläche hingegen wurde schön glänzend. Auf jeden Fall benötige ich eine ziemlich glatte Oberfläche, um die großen Decals vom Ostarrichi Schriftzug aufzubringen. Danach kommt sowieso wieder Mattlack darüber, da diese Sonderlackierung am Vorbild matt ausgefallen ist.

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"Einsatzlackierung"

Die Einsatzlackierung wurde mit grauem Tamiya Surfacer aus der Dose gesprüht.

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Danach wurde die 3farben Tarnung mit MRP Farben, in mehreren dünnen Schichten und mit wenig Druck, aufgesprüht.

Unterseite mit MRP-38 Light Grey.

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Oberseite ... vorderer Bereich und Leitwerk wurden mit MRP-39 Grey gesprüht und schon ein wenig nebelig aufgebracht um etwas Ausbleichung anzudeuten.

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Danach wurde maskiert und das dunkle Grau mit MRP-40 Dark Grey aufgesprüht. Der Übergang zum hellen grau ist mit einem UHU-Tac Würmchen unscharf gemacht. Auch hier erfolgte der Farbauftrag unregelmäßig.

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Nun folgt ein Schritt der bei allen drei Draken gleich abläuft.

Fiberglas Lufteinläufe

Die Vorderkanten der Lufteinläufe sind bei den Vorbildern aus leicht durchscheinendem Fiberglas.

Hier an den Vorbildern:

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(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

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(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

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(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

Ich habe mir aus 3 Farben (MRP-226 Sand, MRP-283 Silk grey, MRP-92 Light green-grey) eine sandgrüne Farbmischung zusammengepanscht. Die Vorderkante wird mit flexiblem, weißen Tamiya (Masking Tape for curves) abgeklebt. Der Rest mit normalem Maskierband. Es macht nix wenn was in die Lufteinläufe hineinsprüht ... am Vorbild ist das Innere auch Fiberglas.

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Es folgten weitere umfangreiche Abklebearbeiten.

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Am Seitenleitwerk und beim Bremsschirmbehälter am Rumpfheck gibt es Teile aus Fiberglas.

Hier am original Black Knight Draken:

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(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

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(c) Walter Lampel, Saab Draken Zeltweg/Hangar 8

Die wurden bei allen drei Draken mit der selbstgemischten Fiberglasfarbe gesprüht.

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Der rote Ostarrichi Draken und die graue Einsatzlackierung erhalten Flügelvorderkanten aus Aluminium (AK Xtreme Metal). Beim roten Draken ist nur der Lufteinlauf an der Vorderkante vom Seitenleitwerk aus Alu, bei der Einsatzlackierung hingegen die gesamte Vorderkante. Beim schwarzen Draken sind keine Flügelkanten in Alu ausgeführt.

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Der schwarze Draken und der rote Draken haben am Rumpfrücken auf der rechten Seite einen Lufteinlass, der ebenfalls in Alu lackiert wird.

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Beim grauen Draken in Einsatzlackierung gibt es am Rumpfrücken einen Bereich, der schwarz lackiert wird. Der Lufteinlass ist dort jedoch grau lackiert.

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Die linke Flügelspitze bei den Draken ist schwarz (auch beim roten Draken).

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Somit ist die Basisfarbgebung abgeschlossen und die drei Draken warten auf ihre jeweiligen Decals.

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Decals

Den Ostarrichi Bausatz hatte ich schon vor 8 Jahren gekauft, die Bausatzdecals sind von Cartograf gedruckt. Durch die längere Lagerzeit scheint mir sind sie etwas widerwillig im Anlegen an Oberflächendetails. Neben Micro Set und Sol musste ich auch Daco Strong aufbringen damit die Decals willig wurden.

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Auf der Unterseite fehlen einige Wartungshinweise, diese wurden aus dem Draken Decal Satz von brent-air-decals.at ergänzt. Diese Decals sind komplett auf die Trägerfolie gedruckt und müssen einzeln ausgeschnitten werden.

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Eine spannende Herausforderung ist das riesige Decal mit dem Schriftzug "Ostarrichi". Hier wird mit einer Kopie eine Positionierung geprobt.

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Das Teil ist so groß ... ich werde einen Waschlappen benötigen um das Decal aufzurubbeln. Mit einem Wattestäbchen komme ich da nicht weit.

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Modellbaufreund Alfred B. hat diese Decals bei seinem Draken schon verarbeitet und mir dringend geraten, das Decal zu zerschneiden und die Buchstaben einzeln aufzubringen.

Diesen Rat habe ich gerne angenommen und werde den Waschlappen nur mehr benötigen um meinen Schweiß von der angespannten Stirne zu entfernen.

Hier die zerschnittenen Decals. Das große, geschwungene "s" wurde später nochmals zerschnitten. Wichtig ist auch die durchsichte Decalfolie im Inneren der Buchstaben auszuschneiden (scharfes Skalpell) um später ein Silbern zu minimieren.

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An den Rundungen war es schwierig die Buchstaben in die Vertiefung zu drücken, ein Zahnstocher hat dabei ein wenig geholfen. Danach wurde viel Weichmacher aufgebracht.

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Vorsichtig kämpft man sich Buchstabe um Buchstabe weiter und irgendwann sind dann endlich alle Buchstaben aufgeklebt.

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Ein Problem gabs mit den Decals dennoch. Auf der rauen, roten Oberfläche bildeten sich nach dem Weichmacherauftrag unglaublich viele Mikrobläschen, die wie winzige Warzen aussehen.

Hier sieht man einige der "Warzen" (sehen fast aus wie Wassertropfen) auf den Decals auf den roten Flächen.

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Ich habe versucht diese mit Skalpell und Nadel zu öffnen und mehrmals Weichmacher bis zur Schmerzgrenze aufgestrichen. Leider hat das nicht besonders gut geklappt und mir geht schön langsam die Geduld aus.

Ich habe erst mal alle restlichen Decals aufgeklebt und wenn ich wieder Geduld gefunden habe, versuche ich nochmals diese Bläschen zu öffnen. Öffnen durch "Aufschleifen mit Sanding Stick" scheint mir keine gute Idee zu sein ... oder?

Aus einiger Entfernung siehts gar nicht so schlimm aus ;-)

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Beste Modellbaugrüße von
Walter Lampel


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